Introvertiert, hochsensibel und einfach ganz normal…

Die letzten Tagen habe ich immer mal wieder darüber nachgedacht, warum ich so gerne schreibe und welche Wünsche und Ziele ich gerne durch das öffentliche bloggen erreichen möchte.

Sehr schnell ist mir klar geworden, dass es mir vor allem darum geht in unserer lauten, stressigen und von Extroversion geprägten Welt ein Gegenpol zu schaffen zu den kleinen und leisen Dingen, Momenten und Menschen.

Außerdem möchte ich gerne zeigen, dass wir Introvertierte und/oder Hochsensible zwar in vielfältiger Hinsicht anders ticken als die meisten anderen in unserem Umfeld – aber wir sind nicht alleine (es gibt mehr von „uns“ als wir denken) und es ist völlig okay nicht immer das zu machen was vermeintlich alle machen. Es ist z. B. okay, dass wir mehr Zeit mit uns alleine brauchen und nicht von einem Freizeittermin zum nächsten rennen.

Extrovertierte lieben es ihre Freizeit mit anderen Menschen zu verbringen. Sie können sich in Gesellschaft von anderen erholen und ihre Akkus auffüllen und empfinden dies absolut nicht als Stress.

Im Gegensatz dazu empfinden die meisten Introvertierten und/oder Hochsensiblen größere Ansammlungen von Menschen (das können sogar schon 3 – 5 sein) als Stress und sind danach geistig und körperlich erschöpft.

Ja, mir geht es wirklich so!!! Ich bin gerne unter Menschen und genieße es, kann auch ganz gut Smalltalk – bis zu einem bestimmten Punkt, dann geht mir immer viel zu schnell – für mich ganz normal, für andere zu schnell – die Puste aus. Das heißt ich ziehe mich dann zurück und bin lieber stiller Beobachter oder verlasse die Veranstaltung und gehe nach Hause.

Wir Introvertierte und/oder Hochsensible benötigen immer wieder Zeit für uns alleine, um unsere Akkus aufzufüllen. Diese Zeit ist sehr wichtig für uns und unverzichtbar. Gönnen wir uns diese me-time nicht, sind wir müde, unausgeglichen, launisch und gestresst. Ich spreche aus Erfahrung…

Dinge, die ich gerne für mich alleine mache sind lesen, Podcasts hören, Yoga, meditieren (zur Zeit am liebsten geführte Meditationen über verschiedene Podcasts), Kaffee trinken und dabei sonst nichts tun, spazieren gehen oder joggen.

Und was mache ich, dass ich im Alltag nicht mehr viel zu viel Energie verbrauche und gar nicht dazu komme genug Energie – auf meine Art und Weise – zu tanken…

So ist es mir leider im letzten Jahr ergangen mit dem Ergebnis, dass ich immer wieder Panikattacken hatte, die mir eigentlich zeigen wollten „stop“ dir geht es nicht gut, aber es viel zu lange gedauert hat, bis ich es akzeptiert habe.

Am wichtigsten für mich ist es gewesen, mich so anzunehmen und zu lieben wie ich bin und mich nicht länger mit anderen zu vergleichen. Nur weil die Person X oder Y keine Probleme damit hat nach der Geburtstagsfeier noch auf das Klassentreffen zu gehen, muss ich es nicht auch machen. Das habe ich vor einigen Jahren gemacht und bin völlig erschöpft und heulend heimgekommen, da ich Stunden gebraucht habe bis ich mich endlich getraut habe als Erste zu gehen obwohl ich nicht mehr fähig war mich zu unterhalten (ganz ohne Alkohol…) und nur noch mehr oder weniger apathisch auf meinem Stuhl saß…

Ich kann, darf und muss „nein“ sagen, wenn ich etwas nicht möchte und muss mich dafür nicht rechtfertigen. Andere genießen z. B. den Betriebsausflug, für mich bedeutet es Stress (obwohl ich die Kollegen alle mag) deshalb darf ich absagen ohne mich zu rechtfertigen – hab ich mich früher nie getraut und immer eine Entschuldigung dazu gefügt…

Ich kommuniziere offen meine Bedürfnisse, Wünsche und auch Sorgen mit meinen Lieben. Denn was in meinem Inneren vorgeht kann ja niemand riechen. Und ja, ich bin wirklich eine Meisterin darin gewesen, meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu negieren und nicht wichtig genug zu empfinden. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert und es fühlt sich so viel freier, besser und leichter an…

Und genau das wünsche ich dir auch, egal ob extrovertiert, introvertiert, hochsensibel oder nicht – hab‘ den Mut, dein Leben so zu führen wie es sich für dich selbst gut anfühlt, dein Herz zeigt dir den Weg!

Liebe Grüße Daniela

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