Sensibelchen im Frühling – Pollen und Co…

Rein optisch mag ich den Frühling wirklich sehr gerne! Ja, es ist wunderschön zu beobachten, wie die Natur langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht – alles immer heller, grüner und bunter wird und Tag für Tag mehr Neuigkeiten zu entdecken sind. Die Blumen im Garten und am Wegesrand blühen (und verblühen…) und auch die Bäume fangen an zu knospen und die Blüten brechen eine nach der anderen auf. Bei uns im kalten Spessart dauert das immer ein bisschen länger, aber dafür freue ich mich umso mehr über jede neue Entdeckung beim Spaziergang der bekannten Wege. Ich mag es auch, mich einfach ein paar Minuten raus auf die Terrasse zu setzen – Augen zu, Gesicht Richtung Sonne und dem Vogelgezwitscher zu lauschen – wie eine kleine Meditation!

Optisch und akustisch ist der Frühling also vollkommen in Ordnung und ich mag ihn wirklich sehr gerne!

Aber da gibt es ja noch ein paar andere Sinneswahrnehmungen!

Der Duft nach Frühling ist ein ganz besonderer und ich würde ihn gerne mögen, doch leider aufgrund der Pollenallergie kein besonders angenehmer für mich… Birken-, Pappel- und Weidenpollen schwirren unsichtbar durch die Luft und kribbeln in meiner Nase – und der von so vielen anderen Allergikern – und lassen uns schlecht durchatmen. Ich merke das ziemlich schnell, es fühlt sich an, als würde der Rachen anschwellen und ich versuche dann nur noch durch die Nase zu atmen. Das ist teilweise sehr unangenehm, vor allem wenn man nicht alleine unterwegs ist und sich gerne unterhalten möchte…

Aktuell nehme ich homöopathische Tabletten und benutze regelmäßig Augentropfen gegen die allergischen Symptome. Allerdings habe ich in der Vergangenheit auch schon einiges andere ausgetestet. Vor 10 Jahren habe ich eine Hyposensibilisierung gemacht. Dabei wurde mir wöchentlich eine für mich speziell allergieauslösende Substanz vom Hausarzt injiziert. Im ersten Jahr danach waren die Symptome auch wirklich weniger, doch dann nahm alles wieder seinen gewohnten Lauf. Anschließend habe ich versucht durch Akupunktur bei einem Heilpraktiker Hilfe zu bekommen. Doch irgendwie bin ich so gar nicht mit der Akupunktur zurecht gekommen, habe extrem sensibel reagiert und war danach kreislaufmäßig immer ziemlich durch den Wind… In den letzten Jahren versuche ich im Frühjahr und Sommer bewusst einige Regeln für mich einzuhalten und benutze zusätzlich homöopathische Mittel sowie Augentropfen und Nasenspray.

Die Symptome einer Pollenallergie können sehr unterschiedlich sein, bei vielen fühlt es sich an wie eine richtige Erkältung. Als ich vor einigen Jahren mit meiner Tochter beim Hausarzt war, konnte er die Erkältung und die Allergie jedoch schon allein durch das Aussehen des „Nasenschnodders“ unterscheiden – bei einer Erkältung oder einem Infekt gelb im Gegensatz dazu bei der Allergie klar und durchsichtig! So einfach unterscheiden wir jetzt also immer innerhalb unserer Familie, ob wir uns einen Infekt eingefangen haben oder ob alles wieder mal „nur“ von den Pollen kommt!

Ich liebe übrigens die Regentage im Frühjahr und Sommer, denn genau das sind die Tage an denen ich gerne draußen bin und die frische Luft und den Duft der Natur genießen kann! Mittlerweile gucke ich wirklich auf meiner WetterApp und im Pollenflugkalender welche Tage für mich „günstig“ sind und entscheide mich z. B. genau an diesen Tagen joggen zu gehen. Außerdem versuche ich meine Outdooraktivitäten (dazu gehört auch Gartenarbeit…) möglichst auf den Nachmittag oder frühen Abend zu verlegen. Denn ich weiß dass ich danach müde bin und die Augen und die Nase und eigentlich auch der ganze Körper kribbelt, teilweise juckt und einfach nur Entspannung benötigt! Abends geht das mit der Entspannung immer ein bisschen einfacher als tagsüber. Das heißt ich gehe am liebsten direkt nachdem ich wieder im Haus bin in die Dusche, möglichst mit Haarewaschen (zum Glück habe ich sie mir vor ein paar Wochen ein ganzes Stück kürzer schneiden lassen…) und stecke meine Klamotten direkt in die Wäsche bzw. deponiere sie auf keinen Fall im Schlafzimmer sondern im Bad.

Meine jüngere Tochter spielt Fußball und ich bin am Wochenende gerne bei den Spielen dabei. Allerdings liegt der Sportplatz bei den Heimspielen umringt von Weiden und Birken…. momentan also nicht so ideal! Wenn ich vormittags mit zum Fußballspiel gehe heißt das dann auf jeden Fall für mich, dass ich mir für den restlichen Tag keine Gartenarbeit oder sonstige Outdooraktivität vornehme. Das fällt mir übrigens auch nicht immer leicht und ich wünsche mir dann schon manchmal ich wäre „belastbarer“ aber letztendlich ist es eben so und solange ich nicht anfange mich mit anderen zu vergleichen ist es auch nicht schlimm! Wie hat der Liebste vor ein paar Woche zu mir gesagt, als ich schweren Herzens auf etwas verzichtet habe (ich weiß schon gar nicht mehr was es war, also kann es gar nicht so wichtig gewesen sein…)

„Es ist okay und überhaupt nicht schlimm, das ist doch jedes Frühjahr so, du vergisst es nur immer wieder...“

Ich finde, wir brauchen also dringend ein paar „Gegenaktivitäten“ sodass man sich bei schönem Wetter und Pollenalarm gut und gerne in geschlossenen Räumen aufhalten kann! Neben meinen üblichen liebsten Freizeitbeschäftigungen dem Lesen und Podcast hören finde ich es immer wieder eine gute Idee diese Tage z. B. für einen Museumsbesuch zu planen – klingt jetzt vielleicht komisch ist aber ernst gemeint! Als Landei komme ich nicht so häufig dazu Museen zu besuchen, mag es aber sehr, sehr gerne. Bin ich in einer fremden Stadt, so schaue ich immer nach Museen die mich interessieren und es ist besonders auch an heißen Sommertagen immer eine schöne Alternative durch meist leere und gut klimatisierte Museumsräume zu schlendern… also auf jeden Fall ideal für uns Pollenallergiker!

Was sind eure liebsten Indooraktivitäten? Ich freue mich sehr auf neuen Input – es ist zwar Regen gemeldet, aber der nächste Pollenalarm kommt bestimmt!

Liebe Grüße Daniela

2 Antworten auf „Sensibelchen im Frühling – Pollen und Co…

  1. Leider hate ich auch unter allergische Reaktionen zu leiden. Glück, dass mir mein Familienmitglied geraten hat mir Augentropfen in der Apotheke zu besorgen. Gibt es ganz preisgünstig und das allerbeste ist … sie helfen. Versuch es mal. L.G.

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    1. Hallo Liesa, danke für den Tipp! Augentropfen nehme ich auch… bei mir helfen sie allerdings mal mehr und mal weniger gut. Seit kurzem habe ich homöopathische Tabletten, die sind nicht schlecht und lindern die Symptome auf jeden Fall! Liebe Grüße Daniela

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