Ingwertee mit Honig und Zitrone

So ganz genau kann ich es zeitlich gar nicht einordnen, aber mittlerweile sind es wohl schon 6-7 Jahre, dass ich keinen Alkohol mehr trinke…

Warum das so ist und was ausgerechnet die Alkoholgeschichte mit Ingwertee zu tun hat, erfährst du im Laufe dieses Blogpostes!

Denn Tee – und ganz besonders Ingwertee – ist heute mein liebstes Getränk in einer schnieken Bar an der Theke!

Aber jetzt erstmal von Anfang an…

Ich geh mal ganz weit zurück in meine Teeniezeit und meine frühen Zwanziger. Für mich waren das die späten 80er und die 90er Jahre hier bei uns auf dem Dorf. Alkohol spielte damals eine große Rolle. Es war wichtig zu trinken, wenn man zur Clique dazu gehören wollte. Wir haben uns in unserer Dorfkneipe oder auf Festen und Feiern bereits mit 15 mit alkoholischen Mixgetränken vergnügt. Irgendwie war das „normal“ und wurde nicht in Frage gestellt – auch nicht von mir, denn ich wollte ja dazu gehören….

Doch trotz, dass ich eigentlich ganz gut in Übung war, was das Trinken von alkoholischen Getränken betrifft, habe ich es nie besonders gut vertragen! Oft lag ich am nächsten Tag mit einem tierischen Kater flach und habe mich in der Regel auch mehrmals übergeben müssen. Und das ist nicht nur dann passiert, wenn ich wirklich ein paar Gläser zuviel getrunken habe, sondern in einer ziemlichen Regelmäßigkeit! Besonders schlimm war es bei Mixgetränken mit Orangensaft…

Mir war das ziemlich peinlich und unangenehm und ich konnte nicht verstehen, dass andere am nächsten Tag fit waren, obwohl sie offensichtlich mindestens genauso viel getrunken hatten wie ich!

Das ging einige Jahre so und erst nach und nach passte ich mein Trinkverhalten an, sodass diese „Totalausfälle“ quasi nur noch in Ausnahmesituationen vorgekommen sind.

Heute denke ich darüber nach, ob meine Reaktion auf Alkohol mit starker Übelkeit und Kopfschmerzen schon Migräneattacken waren und nicht nur ein „normaler Kater“…

Ich weiß es nicht. Allerdings wäre es wohl ziemlich logisch, dass mein Gehirn schon damals sensibel auf Schlafentzug bzw. einen anderen Schlafrythmus am Wochenende als unter der Woche und eben auch auf den Alkoholkonsum reagiert hat…

Zum Glück bin ich Jahr für Jahr älter und wohl auch vernünftiger geworden. Alkoholische Mixgetränke habe ich kaum noch getrunken. Allerdings hat nun schon ein Glas Rotwein gemütlich mit dem Liebsten auf der Couch gereicht und der vermeintliche „Hangover“ mit starker Übelkeit und Kopfschmerzen hat mich am nächsten Tag begrüßt!

Und wieder war mir es unangenehm, wie oft habe ich versucht die Symptome zu ignorieren „sind ja nur Kopfschmerzen“, aber spätestens wenn der Kreislauf in den Keller geht hilft auch der gute Wille nichts mehr und ich habe mir eine Auszeit im Bett nehmen müssen.

Zu dieser Zeit musste ich dann immer mal wieder eine Verabredung absagen oder konnte nicht mit meinen Kindern von A nach B fahren oder Besorgungen machen, da mich das Glas Rotwein am Vorabend ausgebremst hat. War das Migräne? Ich weiß es nicht…

Eher zufällig habe ich irgendwann einen Artikel über Histaminintoleranz gelesen und erfahren dass Rotwein besonders histaminlastig ist und viele Menschen nach dem Genuss mit Hautrötungen oder Kopfschmerzen reagieren. Von den Hautrötungen bin ich verschont geblieben, aber Kopfschmerzen, ja, die hatte ich regelmäßig!

Daraufhin war ich bei mehreren verschiedenen Ärzten, was ich jetzt gar nicht vertiefen möchte, den hier soll es ja um die „Alkoholgeschichte“ gehen…

Ganz ehrlich, auf das Glas Rotwein mit dem Liebsten auf der Couch, darauf wollte ich nämlich nicht verzichten – deshalb musste ich eine Lösung finden, dass ich ein Gläschen trinken konnte ohne den nächsten Tag mit einem „Totalausfall“ rechnen zu müssen. Beim Stöbern im Internet habe ich histaminfreien Rotwein aus dem Burgenland entdeckt und natürlich gleich bestellt. Geschmacklich war er nicht der Brüller und meine Kopfschmerzen bzw. meine Migräne am nächsten Tag war zwar weniger ausgeprägt, aber sie war da!

Ein Cut, ganz auf Alkohol zu verzichten fiel mir schwer, da es in unserer Gesellschaft dazugehört Alkohol zu trinken und du schnell zum Außenseiter wirst, wenn du immer das Glas Sekt, Wein oder Bier ablehnst und statt dessen Wasser trinkst. Sei es auf dem Betriebsausflug, beim Geburtstagsfrühstück mit Freundinnen oder einfach nur gemütlich in der Kneipe sitzen, Alkohol gehört ganz selbstverständlich dazu und manchmal ist es ja auch schön dieses entspannte Gefühl von einem Glas Wein oder Bier!

Heute nach einigen Jahren ohne Alkohol macht es mir nichts mehr aus in Gesellschaft auf Feiern und Festen mit meinem Glas Wasser dazustehen oder zu sitzen, während der Rest Wein oder Bier trinkt. Ehrlich, ich könnte es mir gar nicht mehr anders vorstellen…. Ich weiß, was mit gut tut und was nicht und Alkohol gehört ganz eindeutig zur letzten Kategorie.

Mein letztes Glas Sekt habe ich vor 6 oder 7 Jahren auf einer Sylvesterfeier nur halb ausgetrunken. Ich wollte nicht unhöflich und kein Spaßverderber sein und hab mir vom Gastgeber einschenken lassen. Den nächsten Tag habe ich ab nachmittags im Bett verbracht – müde war ich nicht, aber Übelkeit und Kopfschmerzen aka Migräne haben „hallo“ gesagt…

Danach war es für mich plötzlich ganz selbstverständlich einen Cut zu machen und auf Alkohol zu verzichten. Und ganz ehrlich, es war und ist nicht schwer, denn ich mache es für mich – es ist Selbstfürsorge und die sollte für uns alle ganz selbstverständlich sein!

Manchmal wenn ich mit dem Liebsten am Wochenende auswärts esse und er danach noch gerne einen „Absacker“ trinken möchte, dann bestelle ich mir einen Tee – am liebsten Ingwertee mit Zitrone und Honig. Gerne darf das in einer tollen „Hipsterbar“ sein oder auch in einer gemütlichen Kneipe auf einer Couch mit Schummerlicht und Musik. Tee geht immer, schenkt mir Wärme und ein wohliges Gefühl und schmeckt fast so gut wie Rotwein!

Liebe Grüße Daniela

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