Introvertiert, hochsensibel und einfach ganz normal…

Die letzten Tagen habe ich immer mal wieder darüber nachgedacht, warum ich so gerne schreibe und welche Wünsche und Ziele ich gerne durch das öffentliche bloggen erreichen möchte.

Sehr schnell ist mir klar geworden, dass es mir vor allem darum geht in unserer lauten, stressigen und von Extroversion geprägten Welt ein Gegenpol zu schaffen zu den kleinen und leisen Dingen, Momenten und Menschen.

Außerdem möchte ich gerne zeigen, dass wir Introvertierte und/oder Hochsensible zwar in vielfältiger Hinsicht anders ticken als die meisten anderen in unserem Umfeld – aber wir sind nicht alleine (es gibt mehr von „uns“ als wir denken) und es ist völlig okay nicht immer das zu machen was vermeintlich alle machen. Es ist z. B. okay, dass wir mehr Zeit mit uns alleine brauchen und nicht von einem Freizeittermin zum nächsten rennen.

Extrovertierte lieben es ihre Freizeit mit anderen Menschen zu verbringen. Sie können sich in Gesellschaft von anderen erholen und ihre Akkus auffüllen und empfinden dies absolut nicht als Stress.

Im Gegensatz dazu empfinden die meisten Introvertierten und/oder Hochsensiblen größere Ansammlungen von Menschen (das können sogar schon 3 – 5 sein) als Stress und sind danach geistig und körperlich erschöpft.

Ja, mir geht es wirklich so!!! Ich bin gerne unter Menschen und genieße es, kann auch ganz gut Smalltalk – bis zu einem bestimmten Punkt, dann geht mir immer viel zu schnell – für mich ganz normal, für andere zu schnell – die Puste aus. Das heißt ich ziehe mich dann zurück und bin lieber stiller Beobachter oder verlasse die Veranstaltung und gehe nach Hause.

Wir Introvertierte und/oder Hochsensible benötigen immer wieder Zeit für uns alleine, um unsere Akkus aufzufüllen. Diese Zeit ist sehr wichtig für uns und unverzichtbar. Gönnen wir uns diese me-time nicht, sind wir müde, unausgeglichen, launisch und gestresst. Ich spreche aus Erfahrung…

Dinge, die ich gerne für mich alleine mache sind lesen, Podcasts hören, Yoga, meditieren (zur Zeit am liebsten geführte Meditationen über verschiedene Podcasts), Kaffee trinken und dabei sonst nichts tun, spazieren gehen oder joggen.

Und was mache ich, dass ich im Alltag nicht mehr viel zu viel Energie verbrauche und gar nicht dazu komme genug Energie – auf meine Art und Weise – zu tanken…

So ist es mir leider im letzten Jahr ergangen mit dem Ergebnis, dass ich immer wieder Panikattacken hatte, die mir eigentlich zeigen wollten „stop“ dir geht es nicht gut, aber es viel zu lange gedauert hat, bis ich es akzeptiert habe.

Am wichtigsten für mich ist es gewesen, mich so anzunehmen und zu lieben wie ich bin und mich nicht länger mit anderen zu vergleichen. Nur weil die Person X oder Y keine Probleme damit hat nach der Geburtstagsfeier noch auf das Klassentreffen zu gehen, muss ich es nicht auch machen. Das habe ich vor einigen Jahren gemacht und bin völlig erschöpft und heulend heimgekommen, da ich Stunden gebraucht habe bis ich mich endlich getraut habe als Erste zu gehen obwohl ich nicht mehr fähig war mich zu unterhalten (ganz ohne Alkohol…) und nur noch mehr oder weniger apathisch auf meinem Stuhl saß…

Ich kann, darf und muss „nein“ sagen, wenn ich etwas nicht möchte und muss mich dafür nicht rechtfertigen. Andere genießen z. B. den Betriebsausflug, für mich bedeutet es Stress (obwohl ich die Kollegen alle mag) deshalb darf ich absagen ohne mich zu rechtfertigen – hab ich mich früher nie getraut und immer eine Entschuldigung dazu gefügt…

Ich kommuniziere offen meine Bedürfnisse, Wünsche und auch Sorgen mit meinen Lieben. Denn was in meinem Inneren vorgeht kann ja niemand riechen. Und ja, ich bin wirklich eine Meisterin darin gewesen, meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu negieren und nicht wichtig genug zu empfinden. Mittlerweile hat sich das zum Glück geändert und es fühlt sich so viel freier, besser und leichter an…

Und genau das wünsche ich dir auch, egal ob extrovertiert, introvertiert, hochsensibel oder nicht – hab‘ den Mut, dein Leben so zu führen wie es sich für dich selbst gut anfühlt, dein Herz zeigt dir den Weg!

Liebe Grüße Daniela

Winterliche Glücksmomente

Wir haben schon fast Ende Februar und die meisten von euch können es wahrscheinlich schon kaum noch erwarten, dass es endlich Frühling wird und die dunkle Jahreszeit sich dem Ende zuneigt…

Aber ist der Winter denn wirklich so schrecklich oder sind es einfach nur die wenigen Sonnenstunden, die ihn für uns so dunkel, grau und langweilig erscheinen lassen?

Im Dezember mit der ganzen Weihnachtsbeleuchtung in den Wohnungen und Straßen, den Weihnachtsmärkten und der Vorfreude auf Weihnachten und die Feiertage erscheint alles noch hell. Wir sind ja auch irgendwie alle noch sehr beschäftigt – Geschenke besorgen, Weihnachtsmenue überlegen, Wohnung dekorieren (übrigens so gar nicht mein Ding, wir sind wahrscheinlich das einzige Haus in der Straße ohne Lichterkette…), Plätzchen backen und die ganzen Weihnachtsfeiern die besucht werden wollen oder müssen!

Doch spätestens Mitte Januar ist die Feiertagsstimmung vorbei und die letzte Lichterkette dann wohl auch abgehängt. Logisch, dass dann alles noch dunkler und trostloser erscheint… Die Tage werden ja auch wirklich nur langsam länger und die Sonne lässt sich selten blicken.

Was macht ihr dagegen? Was schenkt euch Licht, Wärme und Freude? Was sind eure winterlichen Glücksmomente?

Wer mich kennt, weiß schon, dass man mich sehr leicht mit leckerem Essen glücklich machen kann. In den letzten Monaten gab es bei uns wirklich sehr viele selbstgebackene Plätzchen und Kuchen. Der Nachmittagskaffee (oder Tee oder die heiße Schoko) ist bei uns wie ein Ritual und wird regelmäßig zelebriert!

Was ich im Winter gerne koche, sind vor allem Gerichte, die schön warm machen und ein angenehmes Sättigungsgefühl geben. Dazu gehören Gemüseeintöpfe mit Kartoffeln, Currys (besonders gerne mit Blumenkohl), Aufläufe mit Pasta und leckerer Käsekruste, Shakshuka (genial mit Fleischbällchen und Baguette zum Dippen) und als Süßspeisenliebhaber auch Kaiserschmarrn mit Apfelbrei…!

Aber natürlich gibt es da noch so einige Glücksmomente, die nichts mit Essen zu tun haben.

Mögt ihr Schnee? Oder seht ihr ihn als lästig an, der es einfach nur beschwerlich macht von A nach B zu kommen?

Ich wohne zwar nicht in den Alpen, aber in unserem kleinen Dorf im Spessart liegt jedes Jahr ein bisschen mehr und ein bisschen länger Schnee als in den Kleinstädten um uns herum. Wir sind es gewohnt über schneebedeckte Straßen zur Arbeit zu fahren und das hat mich auch noch nie gestört. Im Gegenteil, ich mag es die schneebedeckte Landschaft um mich herum anschauen zu können und nehme mir dafür gerne Zeit. Und ja, ich schippe wirklich gerne Schnee – mein persönliches Lieblingsworkout im Winter! Auch das Knirschen des Schnees bei jedem Schritt den wir beim Spazierengehen machen, mag ich sehr, sehr gerne. Jeder hat wohl seine eigenen Glücksmomente und bei mir sind es vor allem die kleinen alltäglichen Dinge, die mir ein Lächeln schenken.

Eigentlich bin ich ein „Viel-Leser“, doch im letzten Jahr habe ich vermehrt angefangen, Podcasts zu hören. Zuerst dachte ich, das wäre so gar nicht meins, doch mittlerweile genieße ich es sehr im Bett oder auf der Couch meine Lieblingspodcasts zu hören – gegebenenfalls auch mit Kopfhörern….

Wir alle haben wohl in den Wintermonaten mit Grippe und Erkältungssymptomen zu kämpfen. Was macht ihr dagegen?

Mir ging es letzte Woche nicht gut und meine Mama hat mich spontan mit selbstgekochter Hühnersuppe versorgt. Was für ein Glücksmoment!!!

Die Suppe habe ich mit Nudeln, TK-Erbsen und einem verquirlten Ei verfeinert (zu mehr Raffinessen war ich nicht fähig) und mit ganz viel Dankbarkeit und Liebe Löffel für Löffel genossen!

Wenn ich mich nicht gut fühle, weiß ich, dass ich Ruhe und Erholung brauche, denn erst danach kann ich wieder das leisten was ich gerne möchte und was mir wichtig ist. Im Winter brauchen wir diese bewussten Erholungsphasen meist noch ein bisschen öfter. Das muss nicht immer heißen, dass wir uns im Bett verkriechen, nein, rausgehen auch wenn es grau und dunkel ist und ein paar Schritte laufen, ist auch eine gute Therapie. Manchmal kostet es ein bisschen Überwindung, doch danach stellt sich das Glücksgefühl von alleine ein!

Einen kleinen Tipp habe ich noch, der mir auch immer sehr gut tut. Ich liebe unser altes Rotlicht (ein Erbstück aus den 70er Jahren) und mag es sehr gerne, wenn zum Beispiel die Nebenhöhlen oder die Ohren dicht sind, mich einige Zeit mit dem Rotlicht vor der Nase oder den Ohren zu entspannen bis es anfängt zu knistern und die Nebenhöhlen oder Ohren langsam frei werden. Früher bin ich auch mal einige Jahre regelmäßig mit Freundinnen in die Sauna gegangen. Ich habe das Glück, dass meine Eltern eine eigene besitzen. Darauf haben wir uns immer sehr gefreut und hat uns gut durch den Winter gebracht.

Ja, und warum sollte man sich im Winter nicht schon auf den Sommer freuen…. Wir haben vor ein paar Wochen unseren Sommerurlaub gebucht und schmökern jetzt schon voller Vorfreude in den Reiseführern!

Lässt es euch gutgehen und genießt eure ganz persönlichen Glücksmomente!

Liebe Grüße Daniela

Kleine Geschichte über einen ganz normalen Wochenendausflug mit der Familie…

Was meint ihr? Geht es mir auf dem Foto gut oder schlecht? Bin ich entspannt oder angespannt?

Ich mag das Foto sehr gerne, aber der Frau, die ihr darauf seht, geht es in diesem Moment gar nicht gut…

Sie ist mit ihrer Familie unterwegs – neben dem Mann und den Töchtern sind da noch die Eltern, die Schwester, der Schwager, die Nichten und die Tante. Sie versucht gerade sich eine kleine Auszeit zu gönnen, einen Moment für sich alleine ohne das ständige Geplapper der Anderen. Tief Einatmen und Ausatmen, denn sie muss gleich mit auf’s Schiff – was sie gar nicht gerne mag – und zu allem Überfluss sieht es so aus, als würde eine Gewitterfront kommen und davor hat sie regelrecht Panik!

Die Sache mit der Panik vor dem Gewitter ist eine eigene Geschichte, doch die Frau möchte kein Spielverderber sein und deshalb mit den Anderen auf’s Schiff und ja, sie verbringt normalerweise gerne Zeit mit ihrer Familie…

Aber in diesem Moment ist ihr alles zuviel, am liebsten wäre sie zu Hause geblieben, denn das Gefühl von Panik kam in den Wochen vorher schon so oft bei ihr hoch. Sie ist trotzdem mitgegangen und hat ihre Gefühle wieder mal so gut und so lange wie möglich unterdrückt. Schließlich ist sie kein Spielverderber…

Das Gewitter und der Starkregen sind gekommen und die Frau hat sich ein ruhiges Plätzchen zusammen mit ihrem Liebsten gesucht. Er ist der einzige Mensch, der es schafft sie durch seine ruhige Art und Weise durch diese Angst und Panik zu begleiten. Sie weiß, dass nichts Schlimmes passieren wird, aber ihr Körper spielt verrückt und die Gefühle lassen sich nicht mehr kontrollieren. Sie zittert und ihr ist gleichzeitig heiß und kalt und sie kann sich überhaupt nicht mehr konzentrieren.

Zuhause bzw. im sicheren Hotelzimmer geht es der Frau langsam besser, doch nicht gut genug, um gemeinsam mit den Anderen zu Abend zu essen, Hunger hat sie eh keinen. Sie ist müde und k.o., denn Angst und Panik sind anstrengend und außerdem soll es morgen mit der S-Bahn in die nahegelegene Großstadt gehen. Dafür braucht sie wieder Kraft und Energie.

Im Grunde ihres Herzens hat sie so gar keine Lust auf die geplante Stadtfühtung. Sie erkundet Städte und Landschaften lieber alleine, zu zwei oder in einer kleinen Gruppe ohne Führer. Da kann sie sich Zeit nehmen, für das was sie interessiert, Pausen einlegen und Wissenswertes gegebenenfalls einfach später nachlesen. Das macht sie immer so und nimmt sich dafür gerne Zeit.

Die Stadtfühtung sagt sie kurz vor Beginn ab, sie merkt schon die aufsteigende Panik und läuft lieber alleine mit dem Liebsten durch die Stadt. Doch leider lässt sich nicht alles unterdrücken und die Angst und Panik macht sich wieder breit, denn ihr ist alles zu laut, zu hell und zu viel in der großen Stadt. Sie zittert, sie friert und schwitzt gleichzeitig aber am schlimmsten ist, dass sie nicht weinen kann….

Die Fahrt mit der S-Bahn zurück ins Hotel möchte ich kein zweites Mal erleben. Es war der reinste Horror und ich danke dem Liebsten und den Mädels, dass sie für mich da waren!

Diese Geschichte ist ein gutes halbes Jahr her. Ich weiß, dass ich mich heute anders verhalten würde, da ich mittlerweile auch mal gerne ein Spielverderber bin…

Was mich alles zum Umdenken gebracht hat und wie ich das geschafft habe, erzähle ich bald. Denn ich weiß über Angst und Panik spricht zwar niemand gerne (deshalb schreibe ich lieber…) gibt es aber viel häufiger als wir vermuten würden!

Liebe Grüße Daniela

Meine ganz persönliche Frühstücksliebe…

Ich mag es, mir für Dinge Zeit zu nehmen, das Tun und Sein zu genießen und den kleinen, ganz alltäglichen Momenten jeden Tag bewusst meine Aufmerksamkeit zu schenken…

Das fängt schon morgens mit meinem ersten Kaffee an, den ich unter der Woche gerne gemütlich auf dem Sofa trinke, während sich meine Mädels für die Schule fertig machen bzw. am Frühstückstisch sitzen. Gespräche sind bei uns morgens auf das Wesentliche reduziert… Wir sind keine Morgenmuffel, doch jeder benötigt einfach die Zeit und Ruhe für sich, um gut in den Tag zu starten!

Oft überlege ich mir um diese Zeit (zwischen 6.00 und 6.30 Uhr…) wie MEIN Frühstück aussehen soll – Brot oder Brötchen mit Käse, Marmelade oder Schokoaufstrich, Müsli, Granola, Joghurt mit Obst oder doch wieder mein Lieblingsporridge…? Ich mag es, diese Auswahl zu haben und entscheide mich spontan für das, was mir ein gutes Gefühl gibt. Habe ich am Vortag relativ viel Süßes gegessen (z. B. Waffeln oder Kaiserschmarrn zum Mittagessen und nachmittags noch mal Reste…) verlangt mein Körper danach oft nach einem etwas eher deftigen Frühstück. Dann mache ich mir auch gerne für mich alleine ein gekochtes Ei und esse Brot und Käse dazu. Wurst benötige ich selten und komischerweise oft dann, wenn ich leichte Kopfschmerzen habe… aber dafür habe ich noch keine Erklärung gefunden!

Mein Frühstück ist mir wichtig und ich zelebriere es fast ein bißchen. Es ist nicht so, dass ich dafür besonders viel Zeit benötige, doch die Zeit die ich habe genieße ich bewusst und ohne Ablenkung, das heißt kein Radio – läuft bei mir eh so gut wie nie – und kein Handy.

In den kalten Wintermonaten liebe ich es, mir mein warmes Porridge zum Frühstück zuzubereiten. Am liebsten mit gedünsteten Apfelstückchen oder (TK)Beeren… Das Vorbereiten dauert wirklich weniger lange als man vielleicht vermuten würde – in 5 Minuten ist alles fertig!

Here we go…

Einfach die gewünschte Menge Haferflocken (ich gebe immer noch etwas gepoppten Amaranth dazu) mit Milch und etwas Süße oder Zimt (nach Belieben…) in einem kleinen Topf langsam erhitzen bis es leicht köchelt und die Konsistenz langsam cremig wird. Nach kurzer Zeit den Topf beiseite schieben und nur noch etwas quellen lassen. Gegebenenfalls etwas Milch dazu geben und nochmals umrühren. In der Zwischenzeit den Apfel klein schneiden und die Stückchen in einem kleinen Topf oder einer kleinen Pfanne mit Butter oder Kokosöl leicht anbraten. Mit etwas Ahornsirup ablöschen und eventuell noch etwas Wasser dazu geben. Auch die TK-Beeren können einfach mit in den Topf oder die Pfanne und einen kurzen Moment mitköcheln. Es ist nicht schlimm, falls die Beeren nicht komplett aufgetaut sind, im Schüsselchen mit dem warmen Porridge geht das anschließend ganz schnell. Ach ja, falls der Apfel nicht ganz benötigt wird, wandern meine restlichen Stücke immer in den Kühlschrank und werden zu 99. 9% im Laufe des Tages vernascht…

Danach suche ich mir eine meiner Lieblingsschüsselchen aus, fülle Porridge und das gedünstete Obst hinein und toppe das Ganze noch gerne mit selbstgemachten Granola für den Crunsh!

Zum Frühstücken setze ich mich auch wenn ich alleine bin immer an den Tisch und nicht aufs Sofa. Das mache ich intuitiv, ohne nachzudenken. Snacken auf dem Sofa ist okay, doch eine richtige Mahlzeit findet für mich am Tisch statt, egal ob alleine oder mit mehreren zusammen. Mein Tisch ist aufgeräumt. Das ist für mich keine lästige Pflicht, sondern gehört einfach dazu. Hochsensibilität und optische Reizüberflutung lässt grüßen…

Die Zeit die ich mir morgens für mein Frühstück nehme ist nicht wirklich lange, doch ich genieße diese ganz bewusst und wähle dafür gerne gesunde Lebensmittel mit wichtigen Nährstoffen aus. Das gibt mir Energie und ein gutes Gefühl für den Tag!

Vielleicht habe ich euch ja jetzt ein klein wenig Appetit gemacht und ihr denkt morgen früh mal kurz an mich… Ganz egal was es zum Frühstück gibt – genießt es!!!

Liebe Grüße Daniela

P. S. Mein Porridge auf dem Foto oben ist mit Kirschen getoppt… auch sehr lecker! Aktuell ist das Foto allerdings nicht, sondern vom letzten Sommer 😉

Viel mehr als nur ein paar Blaubeeren in meinem Kopf…

Vor einigen Jahren als meine Töchter noch die Grundschule besuchten, war ich an der Organisation des Schulfestes beteiligt – nicht ganz freiwillig, doch damals konnte ich noch nicht „nein“ sagen und fühlte mich allzu oft verpflichtet gewisse Dinge zu tun….

Ich wurde als Elternsprecherin in der Klasse der jüngeren Tochter gewählt, da die meisten anderen Eltern bereits Ämter in Klassen von Geschwisterkindern ausübten und ich – bisher ohne weiteres Amt – mich dazu verpflichtet fühlte…. Ausrede hatte ich keine!

An und für sich bedeutet der Job des Elternbeirates auch nicht wirklich viel Arbeit. Doch ausgerechnet in jenem Jahr stand das Schulfest an und ohne es wirklich zu wollen, sondern weil ich wieder mal nicht „nein“ sagen konnte und ich mich verpflichtet fühlte, war unsere Klasse für die Organisation des Essensstandes zuständig. Da wurden nicht nur ein paar Würstchen gegrillt, sondern es gab eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten – das wird immer so gehandhabt, kommt gut an und der anschließende Erlös spricht für sich… Also machten wir uns an die Arbeit. Denn ich war ja zum Glück nicht alleine, sondern hatte Hilfe von anderen engagierten Eltern.

Ja, mich stressten die Elternbeiratssitzungen und Besprechungen, die wir führen mussten. Diese immer wiederkehrenden Diskussionen ohne auf den Punkt zu kommen und diese Zeit die unproduktiv verstrich. Auch die einzelnen Persönlichkeiten und immer wieder sich änderten Stimmungen meiner Mitstreiter raubten mir sehr viel Energie und beschäftigten mich die ganze Zeit, da ich mein Kopfkino so schlecht ausstellen konnte.

Von Hochsensibilität hatte ich damals noch nichts gehört und fühlte mich einfach nur komisch und anders und konnte nicht einordnen, warum ich mir soviel Stress machte, den ich schon körperlich fühlen konnte während die anderen scheinbar ruhig und entspannt waren und es egal war, ob der Punkt auf unserer Liste erledigt war oder nicht.

Ich wusste nicht, dass ich zu den Menschen gehöre, die viel mehr Sinnesreize wahrnehmen als andere, da wir diese nicht filtern können sondern alles ohne vorher aussortiert in unserem Gehirn verarbeitet wird. Ich reagiere sehr sensibel auf eine laute Geräuschkulisse und Menschen um mich herum, die laut und schnell sprechen. Außerdem mag ich es nicht, wenn es zu eng ist und ich keine Bewegungsfreiheit habe, nehme Kälte und Wärme sowie unterschiedliche Lichtverhältnisse und Gerüche stark wahr. All das kann zur Reizüberflutung führen. Am heftigsten für mich ist es aber, die unterschiedlichen Gefühle und Stimmungen der Menschen um mich herum aufzunehmen und wahrzunehmen – das macht die Reizüberforderung komplett!!!

Dann war es soweit – der Tag des Schulfestes! Wir hatten es geschafft, am Vortag noch alles aufgebaut und es lief einwandfrei – okay, der Ansturm war groß, alle hatten Hunger, die Wartezeit bis jeder sein Essen in den Händen halten konnte war teilweise etwas länger, aber das ist normal!

Ich habe vorher beim Organisieren und Aufbauen geholfen, doch an diesem Tag habe ich mich im Hintergrund gehalten. Meine Akkus waren leer. Ich habe versucht, das Schulfest so entspannt wie möglich mit meiner Familie genießen zu können, was auch funktioniert hat. Abends beim Aufräumen war ich wieder dabei. Daß ich mich während des Tages zurückgehalten habe, war Selbstschutz und Selbstfürsorge, denn der Stress und die Hektik während des Tages am Verkaufsstand, hätte mir auch das letzte bisschen Energie geraubt.

Für den folgenden Tag hatte ich mir übrigens Urlaub genommen. So gut habe ich mich damals schon gekannt, dass ich wusste wie nötig der freie Tag für mich war. Vorher hatte ich mir noch eingebildet, ich würde den freien Tag nutzen und wie einige andere Mütter den Lehrern und Kindern helfen, die Schule und den Pausenhof wieder soweit herzurichten, dass alles seinen gewohnten Gang nehmen konnte..

Nein, an diesem Vormittag verkrümelte ich mich zu Hause und benötigte die Zeit für mich, um das Kopfkino auszuschalten, den vorherigen Tag zu verarbeiten und das Projekt gedanklich abzuschließen. Mein Energielevel war so gering und musste dringend aufgetankt werden.

Vieles habe ich schon damals intuitiv richtig gemacht. Und doch blieb oft das schlechte Gewissen, nicht gut genug zu sein und mehr leisten zu müssen – andere schaffen das ja auch…

Heute – mit dem Wissen darüber, dass es noch viel mehr Menschen gibt, die so intensiv wahrnehmen und dass es Hochsensibilität wirklich gibt und ich mir all das nicht eingebildet habe, dass ich nicht komisch, schwach oder anders bin – agiere ich selbstbewusster, habe gelernt „nein“ zu sagen, verstecke meine Gefühle nicht mehr und versuche nicht mehr, mich länger selbst zu optimieren, sondern weiß dass ich gut genug bin!

Mit dem Schreiben über (meine) Sensibilität habe ich mir einen Traum erfüllt – fühlt sich gut an, dass er wahr geworden ist!

Liebe Grüße Daniela

P. S. Die Geschichte vom Schulfest habe ich ausgewählt, da ich damals zum ersten Mal bewusst gespürt habe, was Reizüberforderung bei mir auslösen kann…

Über Selbstliebe, Selbstfürsorge und meine sensible Seite, die mich manchmal ganz schön überrollt…


Überall in den sozialen Medien und auch offline in den Printmedien liest man seit einiger Zeit immer mehr und mehr über Selbstfürsorge und Selbstliebe. Aber was ist das eigentlich? Was bedeutet das für jeden einzelnen von uns…? Ist das bei allen gleich oder definiert das jeder von uns anders?

Ich finde die beiden Begriffe hören sich erstmal richtig toll an! Aber reicht es, dass ich, wenn ich mich beispielsweise gesund ernähre, mich ausreichend bewege, Zeit mit meinen Lieben verbringe und auf ausreichend Schlaf achte, ich dann glücklich und zufrieden bin? Ist das genug Selbstfürsorge…

Genau diese Dinge waren und sind mir wichtig. Allerdings nicht, weil ich das irgendwo gelesen habe, sondern weil mein Körper es braucht und ich vieles erst lernen musste, da ich sehr sensibel auf weniger Schlaf oder unregelmäßige Mahlzeiten reagiere. Ich habe wirklich viele Jahre mit mir gehadert und mich gefragt warum Andere weniger Probleme damit haben, bis ich es akzeptiert habe und mehr auf mich und meine eigenen Bedürfnisse geachtet habe. Und das ist in meinen Augen am wichtigsten – wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, die wir alle unterschiedlich definieren. Selbstfürsorge bedeutet für mich, dass jeder von uns ganz unterschiedlich damit umgehen darf und muss, dass wir uns nicht vergleichen, sondern jeder individuell bestimmt, was ihm gut tut und sich nicht dafür rechtfertigen muss.

Aber ist das genug Selbstfürsorge? Ich achte auf wichtige Bedürfnisse und somit geht es mir gut und ich führe ein glückliches und zufriedenes Leben… Ist das schon Selbstliebe? Reicht das?

Ich persönlich habe im letzten Jahr gemerkt, dass es nicht reicht….

Und schon bin ich beim Thema Hochsensibilität angekommen. Ich habe vor knapp 4 Jahren zum ersten Mal darüber gelesen und war damals sehr erleichtert, endlich zu wissen, warum mir manche Dinge so schwer fallen und ich mich wenn viele Menschen um mich herum sind oft wie ein Alien fühle… Trotzdem hat es noch sehr lange gedauert, bis ich bereit dazu war, meine „besonderen“ Bedürfnisse (die gar nicht so besonders sein sollten, denn ca. 15-20 % der Menschen sind hochsensibel) zu akzeptieren und mir dafür genug Selbstliebe einzugestehen.

Genug um den heißen Brei herum geredet…. ich habe im letzten Jahr meinen Teilzeitjob als Ergotherapeutin gekündigt, nachdem ich zuvor schon Stunden gekürzt hatte und wirklich einige Monate gekämpft habe obwohl die Arbeit mir immer mehr Energie geraubt hat als dass ich in der Lage war aufzutanken geschweige denn zu geben…

Da konnte ich noch so gesund essen, genug schlafen, mich bewegen und meine Aufmerksamkeit auf schöne Dinge lenken – es hat nicht gereicht. Ich konnte noch so viele Yogaübungen machen oder meditieten – auch wenn ich es mir gewünscht habe – es hat nicht geholfen, mich besser zu fokussieren. Meine sensible Seite hat mich überrollt und es kam wirklich der Punkt, an dem nichts gar nichts mehr ging.

Das war eine schwierige Zeit und ich bin unheimlich froh, dass ich es geschafft habe, Schritt für Schritt meine Akkus wieder aufzuladen.  Meine sensiblen und introvertierten Akkus werden schneller leer. Vor allem werden sie dann schneller leer, wenn wir Introvertierten mit anderen Menschen zusammen sind. Das kommt daher, dass unser Gehirn schneller Dopamin ausschüttet. Darauf habe ich lange Zeit nicht geachtet. Jetzt weiß ich es und habe deshalb auch kein schlechtes Gewissen mehr, dass ich von Festen oder Feiern gerne früher nach Hause gehe und auch im Alltag immer wieder Pausen, Zeit und Ruhe für mich alleine brauche.

Selbstliebe bedeutet für mich, dass meine ganz persönlichen Bedürfnisse es mir wert sind, darauf zu achten. Denn nur wenn ich gut für mich selbst sorge, kann ich meine Freundschaft und Liebe auch anderen schenken! Oder anders gesagt, wenn die Keksdose leer ist, kann ich keine Kekse teilen…

Liebe Grüße
Daniela

Glücksmomente…

Seit einigen Jahren schreibe ich regelmäßig meine täglichen Glücksmomente in ein kleines Büchlein. Das kann ein wunderschöner  Sonnenaufgang am Morgen, ein Lächeln oder ein paar nette Worte von einem lieben Menschen aber auch die Joggingrunde oder Yogastunde sein. Was ich allerdings am meisten in meinem Büchlein lese, sind Glücksmomente in Verbindung mit leckerem Essen…  Soulfood – ja, Essen macht glücklich und tut der Seele gut! Das bedeutet nicht, dass Essen immer gesund oder ungesund sein muss. Die Mischung macht es aus. Das ist für mich intuitives Essen. Ich höre auf mein Bauchgefühl und esse, was mir guttut!
Doch genau das hatte ich vor etwa 10 Jahren verloren… Ständige Kopfschmerzen und Magen- Darmprobleme gehörten zu meinem Alltag. Leider habe ich zu häufig zu Medikamenten gegriffen, denn die sind eine schnelle und einfache Hilfe, anstatt mich näher mit meinen Ernährungsgewohnheiten auseinanderzusetzen. Ich war ein Nutellajunkie und habe häufig auf Convenienceprodukte zurückgegriffen, da ich nach der Arbeit möglichst schnell etwas auf den Tisch zaubern wollte…. Nachdem durch eine Heilpraktikerin eine wirklich lange Liste von Allergien und Intoleranzen bei mir festgestellt wurden, war ich geschockt. Ich hatte das Gefühl, nichts mehr essen zu dürfen. Keine Milchprodukte, kein Weizenmehl, keine Hühnereier und auch auf etliche Obst- und Gemüsesorten sollte ich verzichten. Das war erstmal hart, aber nach und nach konnte ich feststellen, dass es mir mit dem Meiden dieser Lebensmittel besser geht und so fiel mir der Verzicht immer weniger schwer. Dadurch, dass ich meine Ernährung umstellen musste, habe ich viele Lebensmittel ausprobiert und kennengelernt, um die ich vorher einen großen Bogen gemacht habe. Hirse, Quinoa, Amaranth, Cashews, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Haferflocken und Kokosmilch habe ich immer im Vorratsschrank. Dinkelmehl benutze ich standardmäßig und variiere auch gerne mit anderen Mehlsorten, die ich allerdings nicht immer vorrätig habe. Ich verzichte nicht auf Zucker, süße aber alternativ sehr gerne mit Honig, Ahornsirup, Datteln oder Kokosblütenzucker. Und auch wenn ich mich sehr oft vegetarisch ernähre, esse ich ab und zu auch gerne Fleisch und Wurst.

Bis vor einiger Zeit habe ich gedacht, dass ich gerne über gesundes und leckeres Essen bloggen würde. Doch dann ist mir immer mehr klar geworden, dass ich gar nicht der Typ bin, der 100% nach Rezept kocht. Ich probiere gerne aus, gucke was ich vorrätig habe oder saisonal und regional einkaufen kann und so macht es mir wirklich Spaß zu kochen. Es muss nicht immer perfekt sein, aber es soll lecker schmecken und ein gutes Gefühl geben. Das kann ein vegetarisches Gericht genauso wie ein Kuchen mit dicken Schokoguss! 

Und ja, ich esse immer wenn ich Hunger habe… da ich sonst sehr schnell hangry werde! Meine Familie kennt das mittlerweile und weiß, dass ich von einer Minute auf die andere sehr hungrig werden kann und damit ist nicht zu spaßen! Ein zweites Frühstück ist für mich unter der Woche Pflicht und manchmal brauche ich auch kurz vor dem Abendessen noch einen Snack, obwohl es nachmittags schon etwas Süßes gab…. Regelmäßiges Essen macht mich ausgeglichen und mein Körper dankt es mir. 

Ihr müsst also nicht immer all die tollen Rezepte, die ihr in Büchern oder Zeitschriften findet exakt nachkochen und vorher alle Zutaten einkaufen – da vergeht mir oft schon die Lust… ich kaufe ein Produkt, weil ich den Bruchteil davon für ein Rezept brauche und der Rest verschwindet auf Nimmerwiedersehen im Schrank! Nein, ändert und passt Rezepte so an, dass sie für euch passen. Benutzt eure Lieblingszutaten und probiert auch mal was Neues aus. Lasst euch inspirieren, aber kauft und esst keine Lebensmittel weil sie als Wundermittel beschrieben werden aber euch gar nicht schmecken! Verwendet möglichst frische und unverpackte Lebensmittel. Dies ist nicht immer möglich aber ein absolutes no-go ist z. B. für mich Wurst und Fleisch in Plastikverpackungen. Auch Käse kaufe ich immer mehr unverpackt frisch an der Theke. Es sind nur kleine Schritte, aber wenn wir alle ein bisschen aufmerksamer einkaufen können wir zusammen Müll vermeiden… 

Zum Schluss… hört auf euer Bauchgefühl, seid kreativ in der Küche und lasst es euch gutgehen! Ich wünsche euch ganz viele wohlige Glücksmomente….

Liebe Grüße Daniela